Häufig gestellte Fragen und Antworten

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Viel Spaß beim Lesen!

Was ist ein Clean Coat oder Lotuseffekt?
Ein Lotuseffekt oder Clean Coat ist eine schmutzabweisende Schicht, die wie eine Schutzhülle für das Glas wirkt. Diese Schicht macht die Glasoberfläche absolut glatt und verhindert so, dass Schmutz, Staub (antistatische Wirkung), Fett und Öl auf dem Brillenglas haften bleibt. Wasserdampf, Nebel und Regen perlen sofort ab. Auch das Putzen der Brille geht deutlich leichter.
Was ist eine Einstärkenbrille?
Eine Einstärkenbrille ist eine Brille mit Gläsern, die über ihre gesamte Fläche eine dioptrische Wirkung haben. Dioptrie ist die Einheit mit welcher die Stärke des Brillenglases angegeben wird. Ein Einstärkenglas findet seine Anwendung als Fern- oder Lesebrille.
Müssen Brillengläser entspiegelt werden, und was ist eine Entspiegelung?
Die Entspiegelung reduziert Lichtreflexe auf dem Glas, das hat funktionale und modische Vorteile. Für den Brillenträger werden störende Blendungen verringert, und man kann dem Brillenträger direkt in die Augen sehen. Reflexe werden reduziert und die Augen werden durch Streulicht, wie es im Raum mit verschiedenen Lichtquellen oder nachts im Straßenverkehr entsteht, deutlich weniger irritiert und angestrengt. Die Entspiegelung gibt es in verschiedenen Qualitäten, von einfach- bis superentspiegelt. Wer viel mit dem Auto unterwegs ist, oder häufig am PC-Monitor sitzt, sollte auf jeden Fall eine Superentspiegelung wählen. Sie reflektieren am wenigsten das Licht, sind dadurch lichtdurchlässiger und machen das Sehen kontrastreicher.
Was sind Gleitsichtgläser und worin unterscheiden sie sich?

Gleitsichtgläser bieten mehrere Zonen für das Sehen im Nah-, Mittel- und Fernbereich. Der Übergang zwischen den Zonen ist unsichtbar und fließend bzw. gleitend, daher der Name Gleitsichtglas.

 

Gleitsichtgläser ermöglichen ein stufenloses Sehen von fern bis nah, diese dienen in der Regel zur Korrektur der Alterssichtigkeit. Je hochwertiger das Gleitsichtglas, desto angenehmer sind die Übergänge zwischen den verschiedenen Zonen.

 

Gleitsichtgläser unterscheiden sich einerseits in der Länge ihrer Progressionszone (Veränderung der Sehstärke Ferne bis hin zur Sehstärke Nähe) und andererseits in der Größe der seitlichen Unscharfzonen.

 

Die Länge dieser Zone wird in Abhängigkeit von der Größe der ausgesuchten Brillenfassung gewählt. Dabei gibt es eine ‚normale' Zonenlänge oder ‚kurze' sogenannte Shortgläser.

 

Die seitlichen Unscharfzonen sind geringer, je individueller die Gläser gefertigt werden. Auch die Stärkendifferenz zwischen der Fernkorrektion und der Nahkorrektion hat einen Einfluß auf die Breite der Blickfelder bzw. Größe der Unscharfzonen.

 

Erfahren Sie mehr in der Rubrik -> Gleitsichtbrillen

Was bedeutet Grauer Star (Katarakt)?

Als Grauen Star (oder auch Katarakt) bezeichnet man eine Eintrübung der normalerweise klaren Augenlinse. Diese Linsentrübung beginnt meist unbemerkt und verstärkt sich langsam. Die Zunahme der Trübung bedeutet eine Abnahme des Sehvermögens.

 

Beim Grauen Star handelt es sich um eine sehr störende, allerdings nicht gefährliche Veränderung des Auges. Der Graue Star ist keine Krankheit sondern eine altersbedingte Veränderung der Augenlinse. Meistens werden beide Augen davon betroffen.

 

Mit der Abnahme des Sehvermögens wird oft das ‚Sehen wie durch einen Schleier' empfunden, auch eine höhere Lichtempfindlichkeit, ein verringertes Kontrastsehen oder ein gestörtes Farbempfinden wird bemerkt.

 

Wie schnell sich ein Grauer Star entwickelt und welche Beeinträchtigungen damit einhergehen, ist individuell sehr unterschiedlich.

 

Mit Medikamenten kann der Graue Star nicht behandelt werden, auch eine Brille kann an der Trübung der Augenlinse nichts ändern. Üblicherweise wird der Graue Star durch eine Operation behandelt, wobei die trübe Augenlinse durch eine klare, künstliche Linse ersetzt wird.

 

Wenn die Sehkraft für den täglichen Gebrauch nicht mehr ausreicht (z.B. Autofahren) sollte über eine Operation nachgedacht werden. Den genauen Zeitpunkt bestimmt man gemeinsam mit seinem Augenarzt.

Was ist ein Grüner Star (Glaukom)?

Als Glaukom oder Grünen Star bezeichnet man eine Drucksteigerung im Augeninnern. Diese Druckerhöhung kann verschieden Ursachen haben, die Auswirkung ist immer gleich: unbehandelt zerstört sie das Sehvermögen.

 

Der Grüne Star ist eine Augenerkrankung, bei der durch den erhöhten Druck der Sehnerv geschädigt wird. Dabei sterben die Nervenfasern des Sehnervs allmählich ab. Der Augenarzt erkennt diese gefährliche Erkrankung frühzeitig u.a. durch Messung des Augeninnendrucks, Messung der Hornhautdicke, Beurteilung des Augenhintergrunds und / oder durch Gesichtsfelduntersuchungen.

 

Zu den Risikofaktoren können neben dem erhöhten Augeninnendruck auch genetische Veranlagungen gehören. Ist ein naher Verwandter am Glaukom erkrankt, liegt eine ‚familiäre' Belastung vor. Auch höhere Fehlsichtigkeiten (Weit- und Kurzsichtigkeit), sowie von der Norm abweichender Blutdruck können Risikofaktoren sein.

Was ist eine Hartschicht?

Eine Hartschicht sollte man bei Brillengläsern aus Kunststoff wählen. Sie ist eine Versiegelung der Oberfläche und schützt das Glas vor kleineren Kratzern und anderen mechanischen Einflüssen.

 

Gute Hartschichten sind ebenso elastisch wie das Grundmaterial. Zum Schutz der Oberfläche, ist es immer ratsam die Gläser unter fließendem Wasser zu reinigen. Einer Wärme von mehr als 60°C, wie sie z.B. im Sommer im Auto entstehen kann, sollten die Gläser nicht ausgesetzt werden, da die Materialien sich dadurch verändern können.

Was ist eine Hornhautverkrümmung (Astigmatismus)?

Eine Hornhautverkrümmung, auch Astigmatismus oder Stabsichtigkeit genannt, bedeutet ‚Punktlosigkeit'. Dabei wird ein Punkt vom Auge nicht als Punkt wahrgenommen, sondern ist in einer Richtung etwas verzogen.

 

Konturen, Buchstaben ect. Werden nicht scharf gesehen, sondern werden wie mit einem ‚Schatten' wahrgenommen. Diese Form einer Fehlsichtigkeit ist beim Sehen in der Nähe wie in die Ferne bemerkbar und kann nicht vom Auge selbst ausgeglichen werden.

 

Bei konzentrierten Tätigkeiten wie Arbeit am Schreibtisch/PC oder langen Autofahrten, führt das unscharfe Sehen zu Ermüdung der Augen oder Kopfschmerzen.

Was ist eine Kurzsichtigkeit (Myopie)?

Bei einer Kurzsichtigkeit ist, in den meisten Fällen, der Augapfel im Verhältnis zu seinem brechenden System (Hornhaut, Augenlinse) zu lang. Lichtstrahlen, die auf ein kurzsichtiges (myopes) Auge fallen, vereinigen sich schon vor der Netzhaut zu einem Bildpunkt. Dadurch kommt es auf der Netzhaut (Retina) zu einem Bildkreis und nicht zu einem deutlichen Bildpunkt.

 

Da ein kurzsichtiges Auge seinen Fehler nicht ausgleichen kann, wirkt sich schon eine geringe Kurzsichtigkeit nachteilig auf das Sehen aus.

Was sind polarisierende Gläser?

Polarisierende Brillengläser haben entscheidende Vorteile: Sie eignen sich ideal für Sonnenbrillen und neutralisieren unangenehme Reflexionen von Wasseroberflächen, Schnee oder nassen Straßen.

 

Durch das Beseitigen dieser Blendungen wird das Kontrastsehen gesteigert, die Augen ermüden nicht so schnell, und die Gläser bieten den größtmöglichen UV-Schutz. Sie sind ideal für alle Aktivitäten am Wasser, beim Autofahren, Skifahren und vieles mehr.

Wie reinige und handhabe ich meine Brillengläser bzw. meine Brille? (Reinigung der Brille)

Verschmutzte Gläser reinigen Sie am besten unter fließendem, lauwarmen Wasser mit etwas milder, flüssiger Seife oder Spülmittel. Zum Trocknen verwenden Sie ein sauberes Mikrofasertuch oder alternativ ein Geschirrtuch.

 

Für Unterwegs empfiehlt es sich ein Mikrofasertuch dabei zu haben, andere Textilien wie Taschentücher oder Kleidungsstücke können Kratzer hinterlassen. Tabu ist Küchenpapier, da dies oft grobe Holzfasern enthält.

 

Nach sportlichen Aktivitäten sollte die ganze Brille mit Wasser und Seife gereinigt werden, damit Hautfett und Schweiß keine Einflüsse auf die Materialien nehmen. Ab und zu sollten die Scharniere der Brille geölt werden, um Oxidation der Schrauben vorzubeugen. Das macht Ihr Augenoptiker mit speziellen Ölen.

 

Wenn Sie Ihre Brille nicht tragen, legen Sie sie in ein druckfestes Etui, oder falls das nicht zur Hand ist, auf die Bügelseite. Niemals die Brille auf die Gläser legen, da diese dann verkratzen können.

 

Vermeiden Sie große Temperaturunterschiede und Wärme von mehr als 60°C für Ihre Brille, wie sie z.B. während des Sommers im Auto entstehen können. Kunststoffmaterialien der Gläser und Fassung reagieren auf Wärme, und können sich in der Oberfläche und Passform verändern.

Was kann ein selbsttönendes (phototropes) Glas?

Selbsttönende Gläser passen sich extrem schnell verändernden Lichtverhältnissen an. Sie sind in ihrer Reaktion abhängig vom vorhandenen UV-Licht und der Umgebungstemperatur.

 

Unabhängig vom jeweiligen Tönungszustand bleibt die Wahrnehmung der Glasfarbe dabei konstant, zugleich bieten die Gläser einen hervorragenden UV-Schutz. Üblicherweise gibt es die phototropen Gläser in den Tönungsfarben braun und grau.

Woran erkennt man ein gutes Sonnenschutzglas?

Ein Sonnenschutzglas muß den Erfordernissen des individuellen Lichtschutzes entsprechen, bedeutet dass man z.B. im Hochgebirge oder am Wasser einen anderen Lichtschutz benötigt als z.B. in Städten.

 

Ein Lichtschutz zwischen 65% und 85% ist gebräuchlich, aber auch geringere Tönungen sind möglich. Neben der Tönungsstärke (Lichtschutz) ist der 100% UV-Schutz wichtig, um Hornhaut, Augenlinse und Netzhaut vor diesen schädigenden Strahlen zu schützen.

 

UV-Licht ist unsichtbar und kann u.a. zu Grauem Star führen. Gute Sonnenschutzgläser schützen die Augen vor den schädigenden Strahlen bis zu 400nm, Kennzeichnung häufig mit dem Vermerk UV 400. Der Augenoptiker kann mit einem speziellen Gerät den UV-Schutz und die Tönungsstärke des Glases messen.

 

Gebräuchliche Tönungsfarben sind braun, grau oder graugrün. Je nach Farbe und Tönungsstärke werden Kontraste und Farben stärker verändert. Kontraststeigernde oder polarisierende Filter verbessern die Qualität des Sehens ebenso wie eine Entspiegelung.

Was bedeutet Weitsichtigkeit (Hyperopie oder Übersichtigkeit)?

Bei einer Hyperopie (Weitsichtigkeit) ist der Augapfel im Verhältnis zu seinem brechenden System (Hornhaut, Augenlinse) zu kurz. Lichtstrahlen, die auf das weitsichtige Auge treffen, werden daher nicht auf der Netzhaut (Retina) zu einem Bildpunkt vereinigt.

 

Ein weitsichtiges Auge ist durch die Akkommodation (Muskelkraft im Auge) in der Lage, geringe Weitsichtigkeiten auszugleichen. Dabei merkt der Mensch oft nicht, dass eine Fehlsichtigkeit vorhanden ist.

 

Die ständige Muskelanspannung kann allerdings auch zu Beschwerden wie Kopfschmerz oder müde und gerötete Augen führen. Erschwerend für das Sehen sind auch schlechte Lichtbedingungen. Ab einem Lebensalter von ungefähr 35 – 40 bemerken unkorrigierte weitsichtige Menschen oft ein schlechtes Sehen in der Nähe.